Endlagersuche: Gemeinde Siek wird nicht weiter betrachtet | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Deutschland mit der Frage, wo hochradioaktive Abfälle aus der Nutzung der Kernenergie dauerhaft und sicher gelagert werden können. Diese Abfälle müssen über einen Zeitraum von einer Million Jahren sicher von Mensch und Umwelt abgeschirmt bleiben.

Endlagersuche: Gemeinde Siek wird nicht weiter betrachtet

Mit dem Standortauswahlgesetz wurde 2017 die Suche nach einem geeigneten Endlager in Deutschland neu gestartet. Ziel ist es, den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit zu finden. Dabei untersucht die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die geologischen Bedingungen im gesamten Bundesgebiet.

Im Jahr 2020 kamen zunächst noch rund 54 Prozent der Fläche Deutschlands grundsätzlich für ein Endlager infrage. Seitdem werden diese Gebiete Schritt für Schritt genauer untersucht und eingegrenzt.

Was bedeutet der aktuelle Stand für Siek?

Am 27. Oktober 2026 hat die BGE einen neuen Arbeitsstand veröffentlicht. Demnach befinden sich innerhalb der Gemeinde Siek keine Gebiete mehr, die im weiteren Suchverfahren berücksichtigt werden.

Auch bundesweit ist die Suche inzwischen deutlich eingegrenzt: Während 2025 noch rund 25 Prozent der Fläche Deutschlands untersucht wurden, sind es aktuell weniger als fünf Prozent.

Wie geht es jetzt weiter?

Die verbleibenden Gebiete werden weiter geprüft. Bis Ende 2027 will die BGE die Regionen vorschlagen, die anschließend genauer untersucht werden sollen. Eine endgültige Entscheidung über einen Endlagerstandort ist damit noch nicht getroffen.

Wo kann ich mich informieren?

Die BGE stellt eine interaktive Deutschlandkarte zur Verfügung. Dort lässt sich nachvollziehen, welche Gebiete weiterhin untersucht werden und welche bereits aus dem Suchverfahren ausgeschieden sind.

Dabei gilt: Nur die türkis markierten Flächen werden derzeit weiter betrachtet. Die grünen, gelben und orangefarbenen Flächen werden nicht weiter berücksichtigt.

Hier geht es zur interaktiven Karte:

https://navigator.bge.de/phase-i-schritt-2/der-weg-zu-den-standortregionen