Doch was bedeutet der Volkstrauertag eigentlich?
Der Volkstrauertag wurde nach dem Ersten Weltkrieg ins Leben gerufen. Die erste offizielle Gedenkstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag statt. Ursprünglich sollte der Tag an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnern und den Hinterbliebenen Trost und Anteilnahme zeigen.
Heute hat der Volkstrauertag eine viel umfassendere Bedeutung. Wir gedenken nicht nur der gefallenen Soldaten beider Weltkriege, sondern auch der vielen zivilen Opfer, der Menschen, die durch Verfolgung, Terror und Gewaltherrschaft ihr Leben verloren haben, und all jener, die bis heute unter Kriegen und bewaffneten Konflikten leiden.
Was ist das Besondere an diesem Tag?
Der Volkstrauertag findet jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Advent statt und gehört zu den stillen Gedenktagen in Deutschland.
Bundesweit kommen Menschen zu Gottesdiensten und Gedenkstunden zusammen. An Ehrenmalen und Gedenkstätten werden Kränze niedergelegt. Auch im Deutschen Bundestag findet eine zentrale Gedenkstunde statt.
Dabei geht es nicht allein um die Erinnerung an die Vergangenheit. Der Volkstrauertag mahnt uns, aus der Geschichte zu lernen, Versöhnung zu fördern und uns für ein friedliches Miteinander einzusetzen.
Gerade in einer Zeit, in der auch heute noch Menschen durch Kriege ihre Heimat, ihre Angehörigen oder ihr Leben verlieren, bleibt diese Botschaft von großer Bedeutung.
Gemeinsames Gedenken in Siek
Auch in unserer Gemeinde möchten wir diesen Tag gemeinsam begehen.
Die Gemeinde Siek und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Siek laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Gedenkveranstaltung ein.
Sonntag, 15. November 2026
10:30 Uhr – Gottesdienst in der Friedenskirche Siek
Im Anschluss findet die Gedenkstunde mit Kranzniederlegung am Ehrenmal in Siek statt.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Musikzug Hoisdorf, dem Männergesangverein und dem gemischten Chor Großensee. Auch die Freiwilligen Feuerwehren Siek und Meilsdorf nehmen teil.
Erinnern bedeutet auch, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, gemeinsam ein Zeichen des Gedenkens, der Verbundenheit und des Friedens zu setzen.