Fakten zu Wildunfällen
In Deutschland ereignen sich jährlich rund 200.000 Wildunfälle
Etwa 50 Menschen sterben, über 3.000 werden verletzt
Es entstehen Sachschäden von über 400 Millionen Euro pro Jahr
Besonders häufig treten Wildunfälle im Frühjahr und Herbst auf
Die größte Gefahr besteht in der Dämmerung und nachts
Warum kommt es zu Wildunfällen?
Wildtiere überqueren Straßen, um zwischen Lebensräumen zu wechseln oder Nahrung zu suchen. Straßen gehören für sie zum natürlichen Umfeld.
Hinzu kommt:
Wildtiere können Geschwindigkeiten schlecht einschätzen – Fahrzeuge ab etwa 50 km/h werden oft nicht mehr rechtzeitig als Gefahr erkannt
Straßen zerschneiden Lebensräume
Warnschilder werden häufig unterschätzt
Wie können Sie Wildunfälle vermeiden?
Achten Sie auf Wildwechsel-Schilder
Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit, besonders in der Dämmerung
Behalten Sie die Straßenränder im Blick
Taucht ein Tier auf: abbremsen, Fernlicht ausschalten, hupen
Rechnen Sie mit weiteren Tieren
Wichtig: Vermeiden Sie riskante Ausweichmanöver. Diese führen häufig zu schwereren Unfällen.
Was ist bei einem Wildunfall zu tun?
Sichern Sie die Unfallstelle (Warnblinker, Warnweste, Warndreieck)
Leisten Sie bei verletzten Menschen Erste Hilfe und verständigen Sie den Notruf 112
Informieren Sie die Polizei unter 110 – auch wenn das Tier flüchtet
Halten Sie Abstand und fassen Sie das Tier nicht an
Nehmen Sie das Tier nicht mit (verboten)
Dokumentieren Sie den Unfall für die Versicherung (Fotos)
Wichtig: Auch wenn das Tier nach dem Unfall flüchtet, besteht Meldepflicht. Nur so kann eine Nachsuche eingeleitet werden.
Bleiben Sie aufmerksam und kommen Sie sicher an Ihr Ziel.
Ihre Gemeinde Siek